als ihr ein zahn absplittert wird die ursache beim zahnarzt schnell klar. das dauernde knirschen mit den zähnen lässt auf grosse belastung oder stress schliessen. man rät ihr zu entspannung. so beginnt die autorin sich mit ihrer bisherigen lebensgeschichte auseinanderzusetzen. ihre eltern flüchten vor dem balkankrieg nach deutschland, so wächst sie zwischen zwei kulturen und lebensrealitäten auf. immer wieder begegnen ihr dinge oder ereignisse, die sie erst später rückblickend verstehen kann: in deutschland sind dies gespräche und verhalten anderer menschen ihr gegenüber, im kosovo ─ der heimat ihrer eltern ─ sind es zerstörte dörfer, spuren von gewalttaten und augenzeugenberichte. ihr freund elias ist ihr mit seinem monokulturellen hintergrund eine wichtige begleitung und stütze in diesem prozess, da er unbelastet vieles aus einer anderen perspektive sieht.
ein ergreifendes buch mit einer spannenden herangehensweise. auf sehr persönliche, reflektierte art berichtet die autorin über flucht, krieg, diaspora, tod, verluste und kulturelle missverständnisse. wirklichkeitsnah beschreibt sie sehr differenziert traurige ereignisse und unerträgliche gewalt, die sie als kind nicht oder kaum versteht, heute rückblickend aber einordnen kann. dieser sehr persönliche ansatz löst beim lesen eine grosse betroffenheit aus, der man sich nicht entziehen kann. immer wieder musste ich das lesen unterbrechen, tränen behinderten meine sicht. trotz der emotionalität bleibt der sachliche text immer glaubwürdig und nachvollziehbar. dieses einzigartige zeugnis über leben in einem fremden land, unterdrückung und verlust der heimat ist ein wichtiger beitrag zum verständnis für menschen, die auf der flucht vor kriegen bei uns um aufenthalt bitten.
ein ergreifendes buch mit einer spannenden herangehensweise. auf sehr persönliche, reflektierte art berichtet die autorin über flucht, krieg, diaspora, tod, verluste und kulturelle missverständnisse. wirklichkeitsnah beschreibt sie sehr differenziert traurige ereignisse und unerträgliche gewalt, die sie als kind nicht oder kaum versteht, heute rückblickend aber einordnen kann. dieser sehr persönliche ansatz löst beim lesen eine grosse betroffenheit aus, der man sich nicht entziehen kann. immer wieder musste ich das lesen unterbrechen, tränen behinderten meine sicht. trotz der emotionalität bleibt der sachliche text immer glaubwürdig und nachvollziehbar. dieses einzigartige zeugnis über leben in einem fremden land, unterdrückung und verlust der heimat ist ein wichtiger beitrag zum verständnis für menschen, die auf der flucht vor kriegen bei uns um aufenthalt bitten.