giuseppe
vaglio lebt in cremenaga, einem dorf an der
italienisch-schweizerischen grenze. während des zweiten weltkrieges
hilft er flüchtlingen durch den fluss in die schweiz zu gelangen. er
wird aber verraten, von der deutschen ss gefangengenommen und ins
konzentrationslager mauthausen zur zwangsarbeit deportiert. dort
erlebt er die befreiung am
kriegsende. seine frau concetta bleibt während seiner abwesenheit
weitgehend nachrichtenlos, weiss nichts über seinen verbleib, gibt
die hoffnung auf seine rückkehr aber nie auf. nach der befreiung ist
giuseppe zwei monate zu fuss unterwegs und kommt nach vielen
entbehrungen wieder zurück nach cremenaga.
giuseppe
und concetta waren die grosseltern des autors, denen er mit diesem
roman ein eindrückliches denkmal setzt. dieses preisgekrönte buch
vermittelt anhand der lebensgeschichte eines einzelnen, wie
aufrichtige menschen opfer dieses systems wurden. in einem
faszinierend einfachen und klaren text wechselt der schauplatz immer
wieder, so wird parallel über das leiden giuseppes und das leben
concettas mit ihrer familie berichtet. trotz angst, unsicherheit und
verzweiflung verlieren beide eheleute die hoffnung nicht. die
rückkehr bildet einen überraschenden abrupten schluss. gerne wäre ich noch etwas bei der wiedervereinten
familie verweilt.
14.05.2026
fabio andina: sechzehn monate
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