ein
deserteur der oesterreichisch-ungarischen armee wird während des
ersten weltkrieges an der russischen front zum tod verurteilt. den
sehr religiös erzogenen leutnant apostol bologa, der auf befehl
unfreiwillig mitglied des kriegsgerichts ist, belastet dieses urteil
schwer. als später rumänien der donaumonarchie den krieg erklärt,
wird die einheit bologas an diese front verlegt. unerwartet sieht er sich so der tatsache gegenüber, als ethnischer rumäne gegen seine
eigenen landleute kämpfen zu müssen. auch er denkt ans desertieren.
der ihm gewährte heimaturlaub schenkt ihm einen aufschub. er sieht
seine mutter wieder und verliebt sich in ilona, die tochter des
totengräbers. doch
dann wird er angeklagt, selbst seine desertation geplant zu haben. er
wird abgeholt und vor das gleiche kriegsgericht gestellt, dem er selbst angehört
hat.
in der verhandlung
verteidigt er
sich nicht, verliert alles und nimmt sein urteil letztlich ruhig im
vertrauen auf gott an.
mit
dieser kriegsgeschichte beschreibt der autor, in welch schwierige
lage dieser leutnant kommt. der vielvölkerstaat, der keine rücksicht
auf die befindlichkeit der ethnischen minderheiten nimmt, die
komplizierte liebe über soziale schichten hinweg und die moralischen
wertehaltungen jener zeit prallen aufeinander, was den
hauptprotagonisten in eine ihn beinahe zerreissende lage bringt.
viele seiner philosophischen und ethischen gedanken sind noch heute
brisant. fremdbestimmtheit, macht und unterordnung sind die zentralen
themen des vor mehr als hundert jahren geschrieben romans. er ist
nicht ganz einfach zu lesen aber noch immer aktuell.
02.10.2026
liviu rebreanu: der wald der gehenkten
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