die
kindheit der beiden geschwister verläuft zwischen zwei kulturen. die
eltern – eingewandert und in ihrer herkunftskultur verhaftet –
halten ihre werte hoch. die
kinder, die hier zur schule gehen, sehen sich konfrontiert mit dem
leben zwischen den beiden welten. sie befreunden sich mit einem
mitschüler, der von den anderen ausgegrenzt wird. gemeinsam ziehen
sie davon ohne sich abzumelden, werden gesucht und als ein polizist
vor dem zelt steht, endet nicht nur diese unternehmung, sondern auch
das buch.
in
einer art lyrischer prosa wird aus der sicht des einen die geschichte
der geschwister erzählt. in subtilen andeutungen beginnt sich ein
bild des lebens dieser zwei jugendlichen zu entfalten,
die ihren weg suchen müssen und finden. so schön der text ist, so
herausfordernd ist es, ihn zu lesen. spannend, wie zuweilen ein satz
konzentriert ein ganzes bild oder ein ganzes gefühl beschreiben
kann. unsicher, ob ich beim lesen wirklich alles richtig erfasst
habe, hinterlässt der roman bei
mir
eine etwas
seltsame erinnerung.
04.07.2026
ralph tharayil: nimm die alpen weg
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