04.07.2026

ralph tharayil: nimm die alpen weg

die kindheit der beiden geschwister verläuft zwischen zwei kulturen. die eltern – eingewandert und in ihrer herkunftskultur verhaftet – halten ihre werte hoch. die kinder, die hier zur schule gehen, sehen sich konfrontiert mit dem leben zwischen den beiden welten. sie befreunden sich mit einem mitschüler, der von den anderen ausgegrenzt wird. gemeinsam ziehen sie davon ohne sich abzumelden, werden gesucht und als ein polizist vor dem zelt steht, endet nicht nur diese unternehmung, sondern auch das buch.
in einer art lyrischer prosa wird aus der sicht des einen die geschichte der geschwister erzählt. in subtilen andeutungen beginnt sich ein bild des lebens dieser zwei jugendlichen zu entfalten, die ihren weg suchen müssen und finden. so schön der text ist, so herausfordernd ist es, ihn zu lesen. spannend, wie zuweilen ein satz konzentriert ein ganzes bild oder ein ganzes gefühl beschreiben kann. unsicher, ob ich beim lesen wirklich alles richtig erfasst habe, hinterlässt der roman bei mir eine etwas seltsame erinnerung.

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