der
verschollene grossvater moritz wird tot
in der garage seiner villa in palermo aufgefunden. nina, seine
christliche enkelin aus berlin, und seine jüdische tochter joëlle
aus paris werden
zur testamentseröffnung einbestellt. hier erscheint unerwartet
elias, ein muslimischer palästinenser, der sich als sohn vorstellt.
die beiden frauen misstrauen dem mann, verdächtigen ihn sogar des
mordes. drei verwandte menschen aus drei kulturen und drei religionen
treffen aufeinander und beginnen langsam das geheimnisvolle leben von
moritz zu entdecken. die zunächst schwierige begegnung nimmt ein
zwar offenes aber doch versöhnliches ende.
erzählt
wird die aktuelle geschichte von nina. grosse rückblenden lassen die
ganze lebensgeschichte von moritz, seinen drei familien und der
damaligen politischen verhältnisse rund ums mittelmeer gestalt
annehmen: das ende des afrikafeldzugs der deutschen wehrmacht, die
konflikte vor, während und nach der gründung des staates israel und
die aktionen und attentate der plo, werden – verwoben mit den
familiengeschichten – zu einer art unterricht in weltgeschichte,
der den bis heute andauernden konflikt zwischen israelis und
palästinensern zu erklären weiss. die schilderung der menschen,
deren verluste und abhängigkeiten machen das buch zu einer
mitreissenden lektüre, die einen in die verschiedenen kulturen
versinken lässt und von der man nur schwer ablassen kann. trotz der
vielen handelnden personen und wechselnden schauplätzen bleibt das
ganze werk übersichtlich und lässt einen nie die orientierung
verlieren.
27.06.2026
daniel speck: jaffa road
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