mit
neun jahren wird er von den taliban in ein kinderarbeitslager
verschleppt, wo der teppiche knüpfen muss. als
jugendlicher wird
er später gezwungen
in einem kohlebergwerk unter schlimmsten bedingungen zu
arbeiten.
hunger und schläge von wachleuten bestimmen seinen alltag.
schliesslich gelingt ihm die flucht. unterwegs trifft er auf
hilfsbereite menschen, aber auch auf
solche,
die ihn ausnutzen oder betrügen. dauernde unsicherheit, die sich
immer wieder stellende frage, wem er vertrauen und auf wen er sich verlassen kann, begleitet
ihn. es ist
schwierig immer neuen herausforderungen gegenüber zu stehen. unter
vielen entbehrungen gelangt er endlich
auf abenteuerlichen wegen in die schweiz, wo die unsicherheit im
asylverfahren ihn weiter belastet. aber
er
schafft es dank eigener disziplin und harter arbeit sich hier ein
neues leben in freiheit und sicherheit aufzubauen.
dieses
sehr berührende lebenszeugnis zeigt, warum menschen die
unwägbarkeiten und gefahren einer flucht auf sich nehmen. sehr
persönlich und unverstellt berichtet der autor von seinen gefühlen
und gedanken, von seinen anstrengungen, misserfolgen und erfolgen.
eni yousuf schreibt zum schluss, er habe nicht alles aufschreiben
können, weil vieles zu grausam war. dieses buch ist ist ein
wichtiger beitrag zu den in diesem land dauernd geführten
diskussionen, in denen asylbewerbende immer nur objekte sind. zudem
wirft es einen blick auf die ungerechtigkeiten und nöte, denen
menschen unverschuldet ausgesetzt sind. dieses sehr persönliche buch ist harte kost, die mir beim lesen tränen in die augen getrieben
hat. einfach danke für dieses wichtige zeugnis.
07.06.2026
eni yousuf: nach oben und von dort über die dächer
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