in den letzten tagen des zweiten
weltkrieges steht die rote armee bereits unten im tal. zum
volkssturm, dem letzten aufgebot der deutschen, werden alte, kranke
und invalide aufgeboten. die örtlichen nazi-mächtingen um den
ns-kreisleiter braun installieren ein standgericht, um die
bevölkerung, die sich nur noch ein ende des krieges und der
schreckensherrschaft wünscht, zu disziplinieren. bereits
verleumdungen, üble nachrede oder vermutungen reichen für
verhaftungen. so werden viele unschuldige – auch jugendliche –
ohne rechtmässiges urteil durch erschiessen oder am galgen
umgebracht. ebenso werden minderjährige für die
erschiessungskommandos verpflichtet. der willkür fallen in diesen
tagen auch menschen zum opfer, mit denen die örtlichen nazi-grössen
alte rechnungen offen haben.
der roman entstand auf der basis von
archivdokumenten und zeugenberichten. am anfang steht ein kapitel,
das die umstände der verurteilung der straftäter vor einem
volksgericht zwei jahre nach kriegsende beschreibt. danach folgen die
kapitel, die nicht nur verhaftungen und schicksale einzelner opfer
dokumentieren, sondern auch den einfachen aber mutigen leuten jener
zeit einen platz einräumen. die gesetzlosigkeit und die willkür
jener tage macht bewusst, wie schnell ein krieg plötzlich einen
einfluss auf das eigene leben, die eigene sicherheit haben kann. in
der heutigen wenig stabilen zeit ein eher unheimlicher gedanke, der
sorge bereitet.
12.01.2026
martin prinz: die letzten tage
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