28.03.2026

marie-hélène lafon: joseph

auf dem land im süden frankreichs wandern die jungen ab. es scheint keine zukunft zu geben. hier lebt joseph, ein bescheidener, zuverlässiger, gern gesehener landarbeiter, der sein leben klaglos hinnimmt. seit seine mutter gestorben und sein zwillingsbruder weggezogen sind, arbeitet er bei bauern in der gegend, wo er jeweils auch wohnt. in diesen familien sieht er auch viele unguten dinge, über die man aber nicht spricht. auch in seinem leben gibt es eine schwere zeit. als ihn seine freundin verlässt, beginnt er zu trinken. nach mehr als zehn jahren schafft er es der sucht zu entkommen. er findet wieder tritt und führt ein wohlgeordnetes leben. er hat ein gutes verhältnis mit dem bauern, bei dem er arbeitet. doch nahe am rentenalter schaut er sich um nach einem ort, in dem er die zeit nach seinem arbeitsleben verbringen kann.
ein stiller roman, der sich konzerntiert dem leben dieses mannes widmet. mit einer bezaubernd schlichten sprache wird die mit feinen details illustrierte geschichte erzählt, so dass beim lesen faszinierend klare bilder entstehen. das kleine buch setzt menschen ein denkmal, die trotz schwierigen bedingungen mit ihrem rechtschaffenen leben ihren teil zu unserer gesellschaft beitragen.

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