es beginnt mit einem brief an tyler, seinen besten schul- und jugendfreund, den er seit dem weggang aus israel nicht mehr gesehen hat. in einer art biografischer aufzeichnungen, die durchaus auch ins fiktive abgleiten können, blickt er zurück auf eine wilde dekade seiner jungen jahre. alles scheint möglich, vieles gelingt, wird aber auch oft von zweifeln überschattet. zunächst in berlin, danach an vielen weiteren orten, stürzt er sich ins volle leben, trifft auf immer wieder andere menschen und läuft dabei auch gefahr auf abwege zu geraten. er kommt an seine grenzen, beobachtet aber unheimlich gut und zieht oft die richtigen schlüsse aus dem, was auf ihn zukommt. erst gegen ende des romans erfahren wir, wie eng und nahe seine freundschaft mit tyler war und wie sehr er ihn vermisst.
der reife, sehr emotionale text machen es so wie die erlesene sprache schnell zur freude, dieses buch zu lesen. verlust, heimat, trennung, sehnsucht sind zentrale themen. spannend beschreibt er die szenerien des alltags und die menschen, die er trifft. seine sensible wahrnehmung lässt ihn oft gut unterscheiden, wer ihm authentisch begegnet und wer nicht. die frage, wer er selbst ist und was er selbst sein will treiben ihn um. er gibt viel von sich preis und lässt damit grosse nähe zu.
30.03.2026
daniel donskoy: brennen
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