den
wohlsituierten mitdreissiger henry preston standish überkommt
plötzlich eine sinnkrise. mit einer schiffsreise gönnt er sich eine
auszeit und hofft zu genesen. schon nach wenigen tagen stürzt er
durch eine unachtsamkeit in den ozean. es dauert einige stunden, bis
seine abwesenheit auf dem schiff auffällt und der kapitän letztlich
widerwillig umkehren lässt um den vermissten zu retten. während
stunden treibt henry im wasser. die hoffnung auf rettung weicht immer
mehr dem gedanken eines möglichen todes.
die
prägnant geschriebene geschichte eines menschen, der überraschend
in eine existenzielle gefahrensituation gerät, kommt auf nur etwas
mehr als 150 seiten daher. nichts ist zu viel, nichts zu wenig an
diesem text. die gedanken des im meer treibenden mannes wechseln
zwischen lebensnahen, praktischen fragen und philosophischen
gedanken. angst jedoch scheint er kaum zu haben. zudem besticht die
beschreibung der charaktere von passagieren und schiffsbesatzung ganz
besonders. das offene ende lässt einen im unklaren darüber, ob es
eine rettung gibt.
03.04.2026
herbert clyde lewis: gentleman über bord
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