23.04.2026

joseph lloyd carr: ein monat auf dem land

als mr. birkin aus london in einem nordenglischen ort ankommt, weiss schnell das ganze dorf bescheid. als restaurator hat er den auftrag, in der kirche ein altes wandgemälde freizulegen. traumatisiert vom ersten weltkrieg hofft birkin hier auf dem land auch wieder ruhe zu finden. je länger er hier ist, umso mehr fühlt er sich zuhause. ob es immer nur das interesse am fortgang seiner arbeit ist, das leute zu besuchen in die kirche verleitet, lässt sich bezweifeln. auch die frau des pfarrers kommt öfters und bleibt zu immer längeren gesprächen. es ist birkin zunächst unangenehm, weil er für die ausserordentlich schöne frau gefühle entwickelt. was nicht sein darf geschieht, die beiden verlieben sich ineinander. des restaurators arbeit findet ein ende und man legt ihm nahe, möglichst schnell den ort zu verlassen.
das buch beinhaltet eine liebevolle, tiefgründige geschichte, die ruhig erzählt wird. dörfliche neugier und menschliche schwächen, aber auch schöne persönliche freundschaften und zuverlässige verbindlichkeiten sind tragende elemente dieses kleinen werkes, das einen besonderen blick auf die moralischen werte einer damaligen ländlichen dorfgemeinschaft wirft.

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