als
mr. birkin aus london in einem nordenglischen ort ankommt, weiss
schnell das ganze dorf bescheid. als restaurator hat er den auftrag,
in der kirche ein altes wandgemälde freizulegen. traumatisiert vom
ersten weltkrieg hofft birkin hier auf dem land auch wieder ruhe zu
finden. je länger er hier ist, umso mehr fühlt er sich zuhause. ob
es immer nur das interesse am fortgang seiner arbeit ist, das leute
zu besuchen in die kirche verleitet, lässt sich bezweifeln. auch die
frau des pfarrers kommt öfters und bleibt zu immer längeren
gesprächen. es ist birkin zunächst unangenehm, weil er für die
ausserordentlich schöne frau gefühle entwickelt. was nicht sein
darf geschieht, die beiden verlieben sich ineinander. des
restaurators arbeit findet ein ende und man legt ihm nahe, möglichst
schnell den ort zu verlassen.
das
buch beinhaltet eine liebevolle, tiefgründige geschichte, die ruhig
erzählt wird. dörfliche neugier und menschliche schwächen, aber
auch schöne persönliche freundschaften und zuverlässige
verbindlichkeiten sind tragende elemente dieses kleinen werkes, das
einen besonderen blick auf die moralischen werte einer damaligen
ländlichen dorfgemeinschaft wirft.
23.04.2026
joseph lloyd carr: ein monat auf dem land
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