ljo
wohnt alleine
in
einer wohnsiedlung – kaum jemand kennt ihn, er scheint keine
familie, keinen besuch, keine freunde zu
haben
was ihn zu einem objekt der beobachtung durch seine nachbarn macht.
man spricht über ihn hinter vorgehaltener hand und nennt ihn
schattengänger. als ein nachbarsmädchen dabei gesehen wird, wie sie
zu jo in die wohnung geht, entstehen gerüchte und vermutungen –
schon will jemand die polizei informieren. doch es gibt auch
mässigende stimmen. irgendwann wird er vermisst. er erscheint
nicht mehr zur arbeit und die wohnung macht
einen unbewohnten
eindruck.
letztlich klärt sich vieles überraschend auf, aber ein offenes ende
lässt die zentrale frage über seinen verbleib unserer fantasie
überlassen.
die
geschichte wird aus der perspektive von vielen verschiedenen leuten
erzählt,
von
nachbarn, arbeitskollegen und vorgesetzten, aber auch aus der sicht
seiner aerztin. aus all diesen teilen fügt sich langsam nicht nur
das bild dieses mannes. sondern auch eine art soziogramm dieser
siedlung. mit diesem kreativen ansatz vermag das buch die ganz
besondere spannung bis zum schluss zu halten.
18.04.2026
gina bucher: schattengänger
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