13.04.2026

pier vittorio tondelli: getrennte räume

leo und thomas verlieben sich ineinander und scheinen wie für einander geschaffen. weit voneinander weg lebend, beginnen sie eine komplizierte fernbeziehung. die beiden männer sind sehr verschieden und haben unterschiedliche ansprüche und vorstellungen. während für thomas «getrennte räume» diese beziehung erst möglich machen, wünscht sich leo nichts anderes als im gleichen haus zu leben. nach drei jahren wiederkehrenden streites und anschliessender versöhnung trennen sie sich. später ereilt leo die mitteilung von thomas’ baldigem tod. er liegt schwer krank im spital. leo fährt hin, sieht thomas ein letztes mal und bleibt alleine zurück.

die geschichte handelt im ausgehenden 20. jahrhundert -- einer zeit, da es männerbeziehungen oft noch schwer hatten, akzeptiert zu werden. erzählt wird sie aus der perspektive von leo, der sehr unter dem verlust leidet, unendlich trauert und sich mit dem alleine zurückbleiben schwer tut. den ausschweifenden text konnte ich nur sehr langsam lesen um all die emotionen, gedanken, ueberlegungen und handlungen leos ganz zu erfassen. ein sehr emotionaler roman, der trotz der schwere nie larmoyant ist, erfasst dieses drama auf eine psychologische und sehr persönliche weise.

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