mit
der machtergreifung der nationalsozialisten geht die karriere des
berühmten und beliebten sängers joseph schmidt in deutschland
abrupt zu ende. als jude darf er nicht mehr auftreten, seine lieder
werden im radio nicht mehr gespielt. ueber oesterreich und belgien
gelangt er nach südfrankreich. seine ueberfahrt nach kuba scheitert,
es bleibt ihm nur die flucht in die schweiz, wo er krank und
geschwächt ankommt. wegen seines schlechten gesundheitszustandes
wird er ins spital gebracht, wo er jedoch nur unzureichend behandelt
und entlassen wird. kurze zeit später stirbt er im
internierungslager.
dieser
biografische roman berichtet nicht nur von einer der vielen sich
gleichenden flüchtlingsgeschichten während des zweiten weltkrieges,
sondern zeichnet auch ein bild der persönlichkeit dieses begabten
und verehrten sängers. die härte der offiziellen
flüchtlingspolitik, das menschliche handeln und die dilemmas
einzelner akteure bilden einen bewegenden hintergrund. viele details
illustrieren die geschichte ohne sie zu überladen. trotz der schwere
des themas ist dieses buch – was erstaunt – unterhaltsam und
leicht zu lesen.
13.08.2026
lukas hartmann: der sänger
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