04.08.2026

monika maron: ach glück

die beziehung von johanna und achim ist auf dem prüfstand. die beiden reden kaum noch miteinander. johanna lernt einen galeristen kennen und beginnt aushilfsweise für ihn zu arbeiten. achim vermutet, dass mehr zwischen den beiden ist. umgekehrt weckt achims inzwischen beendete beziehung zu maren immer noch johannas misstrauen. eine berufliche reise johannas nach mexiko lässt achim alleine zurück während vieles unausgesprochen bleibt.
immer wieder treffend wird die gefühlslage der beiden hauptprotagonisten beschrieben. wegen der vielen nebenschauplätze in dieser geschichte verlieren sich aber die starken worte über das scheitern einer beziehung. durchaus andere, interessante themen, wie die nachwirkungen der deutschen wiedervereinigung, drängen die zentrale botschaft immer wieder in den hintergrund, was den text etwas zerreisst und beim lesen langeweile aufkommen lässt. deshalb bleibt es anstrengend, dem sich eigentlich lohnenden leitthema zu folgen.

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