piero
wird als uneheliches kind in den 1950er jahren seiner mutter
weggenommen und in ein erziehungsheim gebracht. in dem von nonnen
geführten haus herrschen unsägliche zustände. den kindern wird der
name genommen, sie erhalten eine nummer und werden nur mit dieser angesprochen. sie sind
körperlicher und psychischer gewalt als auch missbrauch ausgesetzt,
werden nur schlecht ernährt, erfahren weder liebe noch zuwendung und
werden nicht gefördert. piero erlebt fünf schreckliche jahre, bis
er zufällig einem pater begegnet, der sich seiner annimmt und ihn
ins kloster bringt. dort beginnt für ihn ein neues leben mit einer
perspektive, die er längst verloren glaubte.
dieses
zeugnis einer gestohlenen kindheit wird von pieros sohn
erzählt. nur die innere emigration helfen piero, die dauernde
verunsicherung und das unsägliche leiden zu ertragen. er entwickelt
eine kraft und ein durchhaltevermögen, die ihn diese schwere zeit
überstehen lassen. der blick auf die situation dieser kinder lässt
einen schockiert und fassungslos zurück. das buch ist ein weiterer
wichtiger beitrag zur aufarbeitung der unrühmlichen geschichte der
fürsorgerischen zwangsmassnahmen, die in der schweiz bis in die
1980er-jahre eine grausame realität waren.
28.08.2026
matteo beltrami; mein name war 125
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